Modernisierung und Imagewandel in Heimfeld-Nord
3.000 Wohneinheiten am südlichen Rand Hamburgs aus den 1920er und 1930er Jahren, teilweise nach dem zweiten Weltkrieg mit Kleinstwohnungen in niedrigem Standard wieder aufgebaut
In den 1970er Jahren begann der Niedergang des ehemaligen Arbeiterquartiers Heimfeld-Nord. Ein großer Teil der Bewohnerschaft zog weg, stattdessen zogen sozial Benachteiligte hinzu – insbesondere Alleinstehende mit vielfältigen sozialen Problemen. In der Folge brach das lokale Gemeinwesen zusammen. Allein mit einer baulichen Modernisierung seit Mitte der 80er Jahre ließ sich keine umfassende Besserung der Lebensqualität erreichen.
Die Vorgängerorganisation von ProQuartier entwickelte im Jahr 1991 ein ganzheitliches Handlungs- und Maßnahmekonzept, das wohnungswirtschaftliche mit sozialen Maßnahmen kombinierte. Die gute Kooperation mit Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung sowie mit örtlichen Trägern und Akteuren war der Motor für die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen. Die langjährige Quartiersentwicklung mit Sonderförderung der Stadt aus den jeweils aktuellen Programmen der Stadtteilentwicklung und finanzieller Unterstützung der Eigentümer war erfolgreich: Mittlerweile ist Heimfeld-Nord wieder ein nachgefragtes Wohngebiet mit einem lebendigen Gemeinwesen.
Sanierung im Dialog mit den Bewohnern
ProQuartier übernahm die Betreuung und Information der Mieter im Vorfeld und während der Baumaßnahmen. Aktiviert und unterstützt von ProQuartier wirkten die Bewohner bei der Neuplanung von Spiel- und Sportplätzen, von Wegeführungen und Aufenthaltsmöglichkeiten mit. Auch bei der Gestaltung von Treppenhäusern, der Auswahl der Wohnungsausstattung sowie der Planung von Räumen für die Nachbarschaft kamen ihre Ideen wesentlich zum Zug. Um Mieter mit sozialen Problemen kümmerte sich ProQuartier in Zusammenarbeit mit den örtlichen Hilfeträgern im Rahmen des Modellprojekts „Begleitetes Wohnen“. Die behutsame Steuerung der Wohnungsbelegung führte zu einer stabileren Mieterstruktur.

